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Was brauchen Pferde auf der Weide?

2025-08-28 17:01:00 / Newskategorie

Eine saftig grüne Wiese unter blauem Himmel – das ist für viele Pferdebesitzer der Inbegriff von artgerechter Pferdehaltung. Doch eine Weide ist weit mehr als nur eine Futterquelle. Damit Ihre Pferde sicher und gesund bleiben, müssen einige grundlegende Bedürfnisse erfüllt sein. Die richtige Weidehaltung für Pferde erfordert als Viehhalter oder Stallbetreiber sorgfältige Planung, die richtige Pferdeweide Grundausstattung und ein wachsames Auge für die Sicherheit Ihrer Tiere.

Wir bei Stallprofi24 verstehen die Herausforderungen, vor denen Sie stehen. Deshalb haben wir diesen umfassenden Leitfaden für Sie erstellt. Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um eine Pferdeweide richtig einzurichten und zu verwalten – von der grundlegenden Infrastruktur bis hin zur Vermeidung von Gefahren.

Die Grundpfeiler der Weidehaltung: Mehr als nur Gras

Bevor wir uns der physischen Ausstattung widmen, ist es wichtig, die Kernbedürfnisse von Pferden zu verstehen. Denn was brauchen Pferde auf der Weide wirklich? Die Antwort lässt sich in vier Grundpfeiler unterteilen.

Das soziale Bedürfnis: Der Herdenverband

Pferde sind hochsoziale Herdentiere. Einzelhaltung auf der Weide widerspricht ihrer Natur. Der Kontakt zu Artgenossen und Freunden ist für ihr Wohlbefinden unerlässlich. Ein stabiler Herdenverband gibt Sicherheit, ermöglicht gegenseitige Fellpflege und fördert das natürliche Spiel- und Sozialverhalten. Sozialkontakte sind für den Pferdekörper und die Psyche elementar.

Futter: Weidegras, Heu und Mineralstoffe

Frisches Gras ist die natürlichste Nahrungsquelle, doch es deckt nicht immer den gesamten Nährstoffbedarf. Welches Pferdefutter benötigen Pferde zusätzlich zum Weidegras? Die Antwort hängt von der Qualität der Weide und der Jahreszeit ab. Insbesondere auf sehr fruktanreichen oder überweideten Weideflächen ist die alleinige Fütterung nicht ausreichend. Eine ständige Verfügbarkeit von hochwertigem Raufutter, idealerweise über eine robuste Heuraufe, ist entscheidend für eine gesunde Verdauung und den Magen-Darm-Trakt. Zudem ist ein Mineralleckstein unerlässlich, um den Bedarf an Salzen und Spurenelementen zu decken, den das Weidegras oft nicht liefern kann. Die Zusammensetzung der Weide und die Bodenbeschaffenheit spielen hier eine große Rolle. Heulage kann eine Alternative sein, sollte aber mit Vorsicht gefüttert werden.

Wasser: Ständiger Zugang zu frischem Wasser

Ein Pferd trinkt täglich zwischen 30 und 60 Liter Wasser. Dieser Bedarf steigt bei Hitze und Anstrengung. Ein ständiger Zugang zu sauberem, frischem Wasser ist daher nicht verhandelbar. Eine einfache Wanne kann ausreichen, doch für eine hygienische und komfortable Lösung sind automatische Tränkesysteme die bessere Wahl. Achten Sie auf die Qualität des Wassers.

Bewegung: Auslauf und freie Bewegung

Pferde haben einen angeborenen Bewegungsdrang. Sie sind Fluchttiere und darauf ausgelegt, sich den Großteil des Tages zu bewegen. Eine Weide bietet die ideale Bewegungsfläche für freie Bewegung und Auslauf, was für Muskeln, Gelenke und den Kreislauf unerlässlich ist. Dieser Anspruch ist tief in ihren Vorfahren verwurzelt.

Die Infrastruktur: So richten Sie eine sichere Pferdeweide ein

Die richtige Pferdeweide Grundausstattung ist der Schlüssel für Sicherheit und Langlebigkeit. Hier füllen wir die Lücke, die viele andere Ratgeber offenlassen, und gehen detailliert auf die "Hardware" Ihrer Weide ein.

Der richtige Weidezaun für Pferde: Materialien, Höhe und Sicherheit

Ein Weidezaun ist die wichtigste Sicherheitsbarriere. Doch wie hoch muss ein Weidezaun für Pferde sein? Die Faustregel lautet: Die obere Begrenzung sollte mindestens 0,75 x Widerristhöhe betragen. Für Ponys sind ca. 120 cm, für Großpferde 150-160 cm ein guter Richtwert. Bei Hengsten oder springfreudigen Pferden sollte der Zaun noch höher sein.

Zaun-Typ Vorteile Nachteile Ideal für
Elektro-Breitband Hohe Hütesicherheit, flexibel, relativ günstig Regelmäßige Strom- & Funktionskontrolle nötig Portionsweiden, flexible Abtrennungen
Holzzaun Sehr stabil, langlebig, optisch ansprechend Hohe Anschaffungskosten, wartungsintensiv Dauerhafte Einzäunung, Paddocks
Pferde-Panels Extrem robust, mobil und flexibel einsetzbar Schwerer, höhere Kosten pro Meter Krankenboxen, vorübergehende Abtrennungen

Ein leistungsstarkes Weidezaungerät ist das Herzstück jedes Elektrozauns. Achten Sie auf eine ausreichende Spannung und eine korrekte Erdung, um die volle Hütesicherheit zu gewährleisten. In unserem Shop finden Sie alles von robusten Weidezaun Toren und Pfosten bis hin zu Weidepanels, die Ihnen den Einstieg erleichtern.

Ein passender Unterstand als Witterungsschutz: Anforderungen und rechtliche Aspekte

Braucht ein Pferd auf der Weide einen Unterstand? Ja, unbedingt. Das deutsche Tierschutzgesetz schreibt vor, dass Pferden ein geeigneter Witterungsschutz zur Verfügung stehen muss, der sie vor extremer Sonneneinstrahlung, Regen, Hagel und Wind schützt. Ein einfaches, nach drei Seiten geschlossenes Weidezelt reicht oft aus. Wichtig ist, dass alle Pferde der Herde gleichzeitig Platz finden. Benötigt man eine Baugenehmigung für einen Weideunterstand? Das ist eine der wichtigsten Fragen für Weidehalter. Die Antwort lautet meistens: Ja. Die Vorschriften variieren je nach Bundesland und Gemeinde. Informieren Sie sich daher unbedingt vor dem Bau bei Ihrem zuständigen Bauamt über die gesetzlichen Anforderungen an einen Pferdeunterstand. In unserem Sortiment finden Sie beispielsweise robuste und flexible Weidezelte, die eine hervorragende, oft genehmigungsfreie Alternative sein können.

Die optimale Wasserversorgung: Von der Wanne bis zur frostsicheren Tränke

Die Wasserversorgung auf der Pferdeweide muss ganzjährig sichergestellt sein. Für die Haltung von Pferden im Winter auf der Weide ist eine frostsichere Tränke eine lohnende Investition. Beheizbare Tränke oder Balltränken verhindern das Einfrieren des Wassers und ersparen Ihnen mühsames Eisschleppen. Achten Sie darauf, die Weidetränke regelmäßig zu reinigen, um Algenbildung und Verschmutzung zu vermeiden. Im Sommer ist es zusätzlich wichtig, dass Sie bei hohen Temperaturen und vermehrter Bewegung den Wasserbedarf Ihrer Pferde besonders im Auge behalten und gegebenenfalls zusätzliche Tränken bereitstellen.

Aktives Weidemanagement für gesunde Böden und Pferde

Eine Weide einzurichten ist die eine Sache, sie gesund zu erhalten die andere. Aktive Pferdeweide Pflege ist unerlässlich.

Die Weidepflege-Routine: Abäppeln, Schleppen und Nachsäen

Regelmäßiges Abäppeln der Weide reduziert die Parasitenbelastung und verhindert die Bildung von Geilstellen, die von Pferden gemieden werden. Das Schleppen im Frühling ebnet Maulwurfshügel ein und verteilt Mistreste, während eine gezielte Nachsaat Lücken in der Grasnarbe schließt. Diese Pflegemaßnahmen sind entscheidend für ein gesundes Grünland.

Überweidung vermeiden: Portionsweide und Weideruhe

Eine der größten Gefahren für die Weidegesundheit ist die Überweidung. Teilen Sie große Flächen in kleinere Parzellen auf und lassen Sie diese im Wechsel beweiden. So können sich die abgefressenen Bereiche erholen und die Grasnarbe kann regenerieren. Achten Sie auf die Weidedauer und passen Sie sie den Bedürfnissen der Weidetiere an.

Was tun bei Matsch? Lösungen für Problemzonen

Gerade an stark frequentierten Stellen wie am Eingang, vor der Heuraufe oder an der Tränke entstehen schnell tiefe Matschflächen. Kurzfristig hilft das Ausstreuen von Sand oder Holzhackschnitzeln. Für eine dauerhafte und professionelle Lösung empfehlen sich Paddockplatten aus unserem Sortiment. Sie befestigen den Boden, sind wasserdurchlässig und schaffen eine stabile, trockene Fläche, die Hufe schont und die tägliche Arbeit enorm erleichtert. Sie verhindern zudem Trittschäden.

Gefahren erkennen und vermeiden

Eine sichere Pferdeweide bedeutet auch, potenzielle Gesundheitsrisiken zu kennen und zu minimieren.

Die Gefahr im Gras: Fruktan und Hufrehe

Besonders im Frühjahr und Herbst enthält Gras hohe Mengen an Fruktan, einem Zucker, der bei Pferden die gefürchtete Stoffwechselkrankheit Hufrehe auslösen kann. Ein langsames Anweiden über mehrere Wochen ist daher Pflicht. Begrenzen Sie die Weidezeit an sonnigen, kalten Tagen, da hier der Fruktangehalt im Gras besonders hoch ist. Achten Sie auf die Temperaturen.

Giftpflanzen auf der Weide sicher erkennen

Kontrollieren Sie Ihre Weiden regelmäßig auf giftige Pflanzen. Besonders das hoftoxische Jakobskreuzkraut hat sich in den letzten Jahren stark verbreitet. Aber auch andere Pflanzen wie Herbstzeitlose oder Eibe sind eine tödliche Gefahr. Das sichere Erkennen und konsequente Entfernen dieser giftigen Pflanzen auf der Weide ist überlebenswichtig. Nehmen Sie sich etwas Zeit für die Beurteilung.

Schutz vor Insekten: Bremsen, Fliegen & Co.

Lästlinge sind nicht nur eine Plage, sondern können auch Krankheiten übertragen und starken Stress verursachen. Der Fliegen- und Insektenschutz auf der Pferdeweide ist ein wichtiger Teil des Managements. Fliegenfallen, spezielle Bremsenfallen und das Anbringen von Flatterbändern am Unterstand können Linderung verschaffen.

FAQ: Häufige Fragen zur Pferdeweide

Eine Weide ist für Pferde ein Stück Freiheit und Natur. Doch damit Ihre Vierbeiner dort wirklich artgerecht und sicher leben können, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten. Hier beantworten wir die häufigsten Fragen, die sich Pferdehalter zum Thema Weidehaltung stellen:

Sie benötigen die Gesellschaft von Artgenossen, ständigen Zugang zu Wasser und Raufutter, einen Witterungsschutz sowie eine sichere und stabile Einzäunung. Genügend Bewegung und Auslauf sind ebenfalls elementar. Der Weidegang ist für die Gesundheit der Pferde entscheidend, da das Pferd Bewegung und Flucht-Möglichkeiten braucht.

Ja, ein Unterstand als Schutz vor Sonne, Regen und Wind ist gesetzlich vorgeschrieben und für das Wohlbefinden der Pferde unerlässlich. Dies ist eine wichtige Form der Fürsorge für Pferdehalter.

Mindestens 120 cm für Ponys und 150-160 cm für Großpferde. Die oberste Litze sollte auf etwa 0,75-facher Widerristhöhe liegen.

Fast immer benötigen sie zusätzliches Raufutter (Heu) zur Sättigung und für eine gesunde Verdauung sowie einen Mineralleckstein zur Deckung des Spurenelementbedarfs. Insbesondere bei hoher Energie im Grünfutter oder bei geringer Futtersuche ist Heu wichtig. Das Pferd braucht diese Ergänzung, um optimal versorgt zu sein. Die richtige Fütterung ist hier das A und O.

In den meisten Fällen ist für den Bau eines Weideunterstands eine Baugenehmigung erforderlich. Die genauen Bestimmungen variieren jedoch stark je nach Bundesland und Gemeinde. Informieren Sie sich daher unbedingt vor dem Bau bei Ihrem zuständigen Bauamt über die lokalen gesetzlichen Anforderungen und Vorschriften. Manchmal können Weidezelte eine genehmigungsfreie Alternative darstellen. Nehmen Sie die Sache selbst in die Hand.

Die oft genannte Faustregel von 1 Hektar pro Pferd ist ein Idealwert, der viel Bewegungsfreiheit und eine gute Futtergrundlage ermöglicht. Realistisch betrachtet liegt der tatsächliche Bedarf aber auch an der Bodenqualität, dem Weidemanagement und ob zugefüttert wird. Für eine reine Futterweide rechnet man oft mit 0,5 bis 1 Hektar pro Pferd, für einen reinen Bewegungs- oder Winterpaddock entsprechend weniger. Wichtig ist immer, Überweidung zu vermeiden und den Pferden genügend Raum zum Laufen und Sozialisieren zu bieten.

Ja, eine Mischbeweidung mit anderen Weidetieren wie Schafen oder Ziegen kann sogar Vorteile haben. Sie fressen oft andere Pflanzen als Pferde und können somit zur besseren Auslastung der Weide und zur Unkrautkontrolle beitragen. Achten Sie jedoch auf die Verträglichkeit der Tierarten und stellen Sie sicher, dass alle Tiere Zugang zu ausreichend Futter, Wasser und Schutz haben. Regelmäßige Parasitenkontrollen sind bei Mischbeweidung noch wichtiger.

Ja, bei Fohlen und Jungpferden sollten die Weidezäune besonders sicher sein. Achten Sie auf eine engere Litzenführung im unteren Bereich, um das Hineinschlüpfen oder Verfangen zu verhindern. Auch die Sichtbarkeit des Zauns ist wichtig. Ein starkes, aber gut sichtbares Elektroband oder Holzzäune sind hier oft die bevorzugte Wahl. Die Weidezaunpfähle sollten stabil und gut sichtbar sein.

Die richtige Ausstattung ist der erste Schritt zu einer perfekten Weide. Haben Sie weitere Fragen zur Einrichtung Ihrer Pferdeweide oder benötigen Sie eine fachkundige Beratung zur Auswahl der richtigen Produkte – vom Weidezaungerät bis zum passenden Weidezelt? Wir helfen gerne weiter! Stöbern Sie jetzt durch unsere Kategorien Weidezaun, Stall & Hof und Alles rund ums Pferd, um die passenden Produkte für Ihre Bedürfnisse zu finden. Denken Sie auch an den pH-Wert des Bodens und die Kalk-Versorgung. Diese Tipps helfen Ihnen, das Anlegen und die Pflege Ihrer Sommerweide optimal zu gestalten. Behalten Sie den Blick auf das gesamte Thema, um mit Bedacht zu handeln. Diesen Artikel haben wir für Sie als Reiter zusammengestellt, damit Sie gut informiert in die Weidesaison starten können.