Hufrehe (Laminitis) ist ein medizinischer Notfall, bei dem sich die Huflederhaut entzündet und die Hufkapsel vom Hufbein lösen kann. Sofortige Maßnahmen sind entscheidend: Rufen Sie den Tierarzt, stoppen Sie jede Bewegung, stellen Sie das Pferd auf weichen Untergrund und kühlen Sie die Hufe konsequent mit Eiswasser. Nur schnelles Handeln verhindert irreversible Schäden wie eine Hufbeinrotation oder das Ausschuhen.
Als Pferdebesitzer ist die Diagnose „Rehe“ ein Schock. Wir von Stallprofi24 kennen diese Sorgen aus der Praxis. Doch Hufrehe ist heute kein sicheres Todesurteil mehr. Mit dem richtigen Management, angepasster Ausrüstung und Disziplin finden viele Pferde zurück in ein schmerzfreies Leben. Dieser Ratgeber führt Sie durch die Akutphase und liefert den entscheidenden Reha-Plan für die Zeit danach.
Bei einer Hufrehe entzündet sich die Huflederhaut – das Gewebe, das das Hufbein mit der Hornkapsel verbindet. Da sich der Huf nicht ausdehnen kann, führt die Schwellung zu extremem Druckschmerz und Durchblutungsstörungen.
Je früher Sie reagieren, desto besser die Prognose. Prüfen Sie bei Verdacht sofort diese Punkte:
Nur wenn der Auslöser gefunden wird, lässt sich ein erneuter Rehe-Schub verhindern.
Handeln Sie bei Verdacht auf eine Huflederhautentzündung sofort nach diesem Schema:
Der Tierarzt wird mittels Röntgenbildern den Grad der Rotation bestimmen. Die Therapie umfasst:
Nach der Akutphase beginnt die eigentliche Arbeit für Sie als Stallbesitzer. Hier entscheiden Haltung und Pflege über die Zukunft des Pferdes.
Sobald die Entzündung abgeklungen ist, muss der Huf korrigiert werden (Trachten hoch, Zehe kürzen), um den Zug der Sehne zu verringern.
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Methode |
Vorteile |
Nachteile |
Empfehlung |
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Rehebeschlag (Eisen) |
Hohe Stabilität, fester Sitz |
Nageln erschüttert den schmerzhaften Huf, Hufmechanismus eingeschränkt |
Bei schwerer Rotation oft nötig |
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Klebeschuhe |
Schonend (kein Nageln), flexibler |
Teurer, hält oft kürzer |
Ideal in der frühen Reha-Phase |
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Hufschuhe mit Polster |
Flexibel anpassbar, abnehmbar |
Muss täglich kontrolliert werden (Druckstellen) |
Perfekt für Barhuf-Pferde & Übergang |
Ein Rehepferd muss oft wochenlang stehen. Um die Psyche zu schonen, ohne den Stoffwechsel zu belasten:
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Ein Rehepferd bleibt lebenslang risikobehaftet. Die Fütterung muss strikt zucker- und stärkearm sein.
Eine Rehe-Behandlung ist kostenintensiv. Hier eine realistische Schätzung für die ersten 6 Monate (mittelschwerer Verlauf):
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Position |
Leistung |
Geschätzte Kosten (ca.) |
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Tierarzt |
Notdienst, Röntgen (3-4x), Medikamente, Aderlass |
1.500 € - 3.000 € |
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Hufbearbeitung |
Spezialbeschlag / Klebebeschlag (alle 5-6 Wochen) |
800 € - 1.200 € |
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Futter/Zusätze |
Spezialfutter, Mineralien, Heu wässern |
300 € - 500 € |
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Gesamt |
Basiskosten für 6 Monate |
2.600 € - 4.700 € |
Hinweis: Klinikaufenthalte oder OPs erhöhen diese Kosten signifikant.
Die Hufrehe beim Pferd ist eine schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut. Dabei wird die Blutzirkulation in der feinen Lederhaut gestört, und Blut staut sich. Da sich die starre Hufwand nicht ausdehnen kann, entsteht ein massiver Druck im Huf, der extreme Schmerzen verursacht. Wird dieser Prozess nicht gestoppt, droht eine Schädigung des Aufhängeapparats und das Hufbein kann Richtung Hufsohle absinken oder rotieren.
Die Entstehung wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Neben Vergiftungen oder mechanischer Überbelastung (z.B. langes Traben auf Asphalt) ist die Fütterungsrehe die häufigste Form. Wenn die Darmflora kippt, gelangen Toxine in die Blutbahn und lösen die Entzündung aus. Ein Hauptproblem ist Übergewicht: Jedes Kilo zu viel Gewicht belastet den Stoffwechsel. Besonders Ponys und bestimmte Rassen sind anfällig für das Cushing Syndrom (PPID) oder EMS, was das Risiko für Reheschüben drastisch erhöht.
Erste Anzeichen sind ein klammer Gang oder Lahmheit. Typisch ist die „Sägebockstellung“, um die Zehe zu entlasten. Als Sofortmaßnahmen gilt: Tierarzt rufen, Bewegung stoppen und Hufe kühlen! Für Rehepatienten ist eine strikte Anpassung der Ernährung überlebenswichtig.
Vorsicht ist geboten, besonders im Frühjahr und Herbst, wenn das Gras viel Fruktan enthält. Dies kann bei vorbelasteten Pferden sofort einen neuen Schub auslösen. Ohne Maulkorb und striktes Zeitmanagement ist Weidegang oft zu riskant.
Eine zentrale Rolle. Der Hufschmied muss die Stellung des Hufes korrigieren (Trachten hoch, Zehe kurz), um den Zug der tiefen Beugesehne zu verringern. Nur durch fachgerechte Bearbeitung kann die Krankheit langfristig gemanagt werden.
Hufrehe erfordert Geduld, Disziplin und ein gutes Team aus Tierarzt, Schmied und Besitzer. Mit der richtigen Ausstattung für den Stall und konsequentem Futtermanagement können Sie Ihrem Pferd helfen. Benötigen Sie Zubehör für die Einrichtung einer weichen Krankenbox oder engmaschige Heunetze zur Fressregulation? Wir von Stallprofi24 beraten Sie gerne persönlich. Rufen Sie uns an oder besuchen Sie uns in Schrobenhausen!